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Kindergruppen in der Jugendfeuerwehr

Früh übt sich, wer ein Meister sein will

Nun kann nicht jede oder jeder Lösch- oder Brandmeister werden - ist schon klar! Trotzdem muss die Nachwuchssicherung für die Jugendfeuerwehr rechtzeitig und sinnvoll begonnen werden. Dass schon viel in Baden-Württemberg im Rollen ist haben die beiden Auftaktveranstaltungen im Februar 2012 an der Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg in Bruchsal bewiesen. Am praktischen Beispiel stellten die Kindergruppen aus Notzingen und Trossingen Inhalte aus ihren Übungsstunden vor. So zeigten zu Beginn die Kleinsten ihr Geschick im spielerischen Umgang mit ihrer Vorstellung von Feuerwehr. Ein Teddy-Bär musste aus einer Notlage gerettet werden und ein kleiner Löschangriff wurde aufgebaut. "Es ist schön, die Kinder so begeistert bei der Sache zu sehen. Ich bin sicher, dass wir durch die spielerischen Methoden, mit denen sie an die Aufgaben der Jugendfeuerwehr herangeführt werden, gerne weitermachen und der Feuerwehr treu bleiben werden", freute sich Innenminister Gall.

Gall mit Häfele beim Dank an red hot chilis und Übungsbild mit Trossingen
Bild: Gall mit Häfele beim Dank an "red hot chilis" und Übungsbild mit Trossingen

Schulleiter Thomas Egelhaaf mit der Kindergruppe Trossingen
Bild: Schulleiter Thomas Egelhaaf mit der Kindergruppe Trossingen

Der Innenminister hatte nicht nur lobende Worte für die Kleinen, sondern auch für das große Interesse und die Angebote, die es jetzt schon landauf landab in Baden-Württemberg in diesem Bereich gibt. Bereits im Vorfeld beantwortet Reinhold Gall im Interview in der Tageszeitung „Südwestecho“ Fragen zur Entwicklung der Kindergruppen im Land. Gall bestätigte, dass er der festen Überzeugung ist, dass Kindergruppen in der Jugendfeuerwehr ein Erfolgsmodell ist. Er bestätigte weiter, dass die Feuerwehren in Baden-Württemberg sehr gut aufgestellt seien. „Durch die hervorragende Jugendarbeit werden derzeit genug Mädchen und Jungen für eine Tätigkeit bei der Feuerwehr begeistert und vorbereitet,“ so Gall. (vgl. Interview Südwestecho, 05.02.2012). Die Landesfeuerwehrschule führte daher, in Abstimmung mit dem Innenministerium und in Kooperation mit der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg zwei Veranstaltungen zum Thema „Kindergruppen in der Jugendfeuerwehr“ durch. Aus den Ergebnissen dieser Veranstaltungen und den darauf folgenden Rückmeldungen soll ein pädagogisches Konzept und praktische Hinweise für die Arbeit in den Feuerwehren mit Kindern unter 10 Jahren an der Landesfeuerwehrschule erarbeitet werden.

In der praktischen Workshoparbeit wurden Anregungen zur Gruppenstundengestaltung unter der Anleitung des Geschäftsführers des LFV Rheinland-Pfalz Michael Klein erarbeitet. Christiane Fuchs berichtete aus den Erfahrungen aus ihrer Kindergruppe in der Feuerwehr Bad Wimpfen. Nadine Krenz, die neue Mitarbeiterin an der Landesfeuerwehrschule machte in ihrem Workshop deutlich, auf welchem Entwicklungs- und Erkenntnisstand Kinder sind und wie Kindergruppenarbeit sein soll, um sie für Kinder (be-)greifbar zu machen. Frank Obergöker erarbeitet und präsentierte später im Gesamtplenum wichtige Hinweise zur Prävention für Kindergruppen in der Jugendfeuerwehr aus Sicht der Unfallkasse Baden-Württemberg. Nötige Handlungs- und Erkenntnisschritte als lohnende Initiative in der Feuerwehr erarbeitet Torsten Rönisch von der Landesfeuerwehrschule in seiner Gruppenarbeit.

Workshoparbeit, Bildungsreferentin Nadine Krenz
Bild: Workshoparbeit, Bildungsreferentin Nadine Krenz

Nach vielen guten Begegnungen, einem lebhaften Austausch und wichtigen Erkenntnissen zog am Ende der Leiter der Landesfeuerwehrschule Thomas Egelhaaf und der Landesjugendleiter Thomas Häfele eine sehr positive Bilanz und verabschiedeten die Gäste mit dem Ausblick auf das weitere Vorgehen in Sachen „Kindergruppen in der Jugendfeuerwehr“. Es wird in den nächsten Wochen eine pädagogische Handreichung erstellt und mit dem Innenministerium und der Jugendfeuerwehr Baden – Württemberg abgestimmt. Die Erkenntnisse aus den Veranstaltungen an der Landesfeuerwehrschule und die Arbeitshilfe soll für die Feuerwehren im Land eine gute Arbeitsgrundlage für die Gründung und Weiterentwicklung für „Kindergruppen in der Jugendfeuerwehr“ und somit zur zukunftsfähigen Nachwuchssicherung vor dem Hintergrund des demographischen Wandels sein. Darüber hinaus werden auch wichtige Akzente für eine bundesweite Arbeitsgruppe des DJF unter dem Titel „Kinder in der Feuerwehr“ einfließen können.

Kindergruppe Little Red Hot Chilis aus Notzingen mit Betreuern, Innenminister Reinhold Gall, Landesjugendleiter Thomas Häfele, Schulleiter Thomas Egelhaaf
Bild von links: Kindergruppe "Little Red Hot Chilis" aus Notzingen mit Betreuern, Innenminister Reinhold Gall, Landesjugendleiter Thomas Häfele, Schulleiter Thomas Egelhaaf