Lesezeit:
Gruppenführer-Ausbildung in neuem Format
Ab 2026 gibt es bei der Gruppenführerausbildung (F3) einige Neuerungen.
Lesezeit:
Nachdem die Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg (LFS) seit 2023 die Gruppenführer-Ausbildung (F3) auf ein neues, teils digitales Konzept umgestellt hatte, werden mit Beginn der Ausbildungsjahres 2026 einige Neuerungen greifen. „Die Anpassungen basieren auf einer umfangreichen Evaluation des seit 2023 angewandten Verfahrens und entsprechen vor allem auch den Anregungen der Absolventinnen und Absolventen der bisherigen Lehrgänge. Ein großer Punkt dabei war der Wunsch nach mehr Praxis, den wir hiermit umsetzen“, betont der Leiter der LFS Frieder Lieb.
Statt bisher fünf Präsenztagen, werden die Teilnehmenden ab Januar 2026 acht Tage an der LFS in Bruchsal verbringen. Auf das Jahr verteilt bietet die LFS wie bisher auch vier Online-Phasen an, d.h. pro Quartal gibt es einen Abschnitt, bei dem die LFS bis zu 500 Teilnehmende gleichzeitig über eine digitale Lernplattform schulen kann. Allerdings verkürzt sich diese Online-Phase auf zwei Tage.
Lerninhalte sind dabei die Themen Brennen und Löschen, Einsatztaktik Brand beziehungsweise technische Hilfeleistung und ABC. Themen wie Führen und Ausbilden, Baukunde, Vorbeugender Brandschutz und Recht werden nicht wie bislang online behandelt, sondern sind Teil der Unterrichte an den acht Präsenztagen. Zu dieser Präsenz-Phase kommen die Absolventinnen und Absolventen der Online-Phase im Anschluss von Montag bis Mittwoch der darauffolgenden Woche (sog. A-Woche) oder von Mittwoch bis Freitag der darauffolgenden Woche (sog. B-Woche) nach Bruchsal.
Über das gesamte Jahr verteilt sind dabei 22 Präsenz-Phasen für jeweils 30 bis 60 Teilnehmenden mit einer Dauer von jeweils acht Tagen eingeplant, je nach den zur Verfügung stehenden Ressourcen. „Mit dem neuen Format haben wir mehr Unterrichtseinheiten, bei denen sich die Teilnehmenden bei praktischen Übungen in der Gruppe mit Fahrzeugen und Geräten auf die ebenfalls praktische Prüfung vorbereiten. Diese legen die Teilnehmenden wie die theoretische Prüfung am Ende der Präsenz-Phase an der LFS ab“, erläutert Ausbilder Christian Schwarz, der zusammen mit Steffen Hary an der LFS für die Organisation des neuen F3-Formats verantwortlich ist. Bei der theoretischen Prüfung wird wie bisher elektronisch mit Hilfe von Tablet-PCs der Wissenstand überprüft. „Nach dem ersten Online-Block im Januar und den darauffolgenden einzelnen Präsenz-Phasen werden wir die Resonanz sowohl von den Teilnehmenden als auch den Ausbildungskräften der LFS analysieren, um gegebenenfalls das neue Format weiter zu verbessern“, so Hary.
Nähere Informationen zur Gruppenführer-Ausbildung finden Sie hier:
Hinweise zur Vorbereitung für den Gruppenführer-Lehrgang