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Berichte

NATO-Gipfel 2009

Die Landesfeuerwehrschule trägt zum Gelingen bei.

Im November 2008 begannen die für den Bevölkerungsschutz zuständigen Behörden mit den ersten konkreten Planungen anlässlich des im April 2009 in Baden-Württemberg stattfindenden NATO-Gipfels. Von Anfang an war die Landesfeuerwehrschule in dieser Planungsgruppe als kompetenter Fachberater vertreten. Alle Planungen beruhten auf einem Bemessungskonzept, welches durch die Landesfeuerwehrschule im Zeitraum Dezember entwickelt wurde. Die Schule hat ausgehend von bisherigen Ereignissen und Veranstaltungen mögliche Gefahren abgeschätzt und die zur Gefahrenabwehr entsprechenden Kräfte des Bevölkerungsschutzes hiervon abgeleitet. In einem Workshop Anfang Januar an der Landesfeuerwehrschule wurde dieses Bemessungskonzept mit Vertreter aus allen Behörden und Organisationen des Bevölkerungsschutzes Baden-Württemberg als fachlich fundierte Grundlage aller weiteren Planungen gemeinsam besprochen und verabschiedet.. Aufbauend auf diesem Konzept hat die Planungsgruppe eine Führungsorganisation entwickelt. Die Kommunen Baden-Baden und Kehl führten die jeweiligen Detailplanungen durch. Das Regierungspräsidium Karlsruhe übernahm Organisationsaufgaben und zog bundesweit Kräfte für den Einsatz zusammen. An allen Stellen unterstützte auch hier die Landesfeuerwehrschule tatkräftig. Parallel dazu entwickelte die Landesfeuerwehrschule zusammen mit der Analytischen Task Force Mannheim ein ABC-Schutzkonzept. Ein permanentes AC-Monitoring der Veranstaltungsorte des NATO-Gipfels, wie auch die Vorhaltung entsprechender ABC-Mess- und Dekontaminationskomponenten waren Inhalt. Mitte Februar konzipierte die Landesfeuerwehrschule den Aufbau des Führungsstabes der zentralen Einsatzleitung in den Räumen des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Das Führungskonzept sah es vor, bereits im Vorfeld eine zentrale Einsatzleitung – unter Führung des Landesbranddirektors – einzurichten.

Diese unterstütze vorab die beiden Einsatzleitungen in Baden-Baden und Kehl, verwaltete die zentralen Bereitstellungsräume in Gaggenau und Rheinau und sollte im Schadensfall (Katastrophe) die Einsatzleitung übernehmen. Zeitgleich galt es in Zusammenarbeit mit der Polizei Verhaltenshinweise und Schulungen für Einsatzkräfte des Bevölkerungsschutzes zu erarbeiten. Im Mittelpunk stand hierbei die Gefahr möglicher Ausschreitungen innerhalb von Veranstaltungen der Gipfelgegner. Ziel war es, das Risiko der eingesetzten Einsatzkräfte zu minimieren. Im März fanden auch drei Schulungstermine statt, bei denen rund 300 Führungskräfte durch erfahrene Kräfte der Polizei und Ausbilder der LFS auf ihren Einsatz vorbereitet wurden.

Innerhalb der abschließenden operativ-taktischen Planungen war die Feuerwehrschule wiederum gefragt. Beim Briefing der Einsatz- und Abschnittsleitungen und bei den Lageeinführungen war die Schule beteiligt, spezielle Einsatzpläne wurden von der Schule erstellt sowie eine Schulung für Einsatzkräfte im ABC-Bereich durchgeführt.

Während des eigentlichen Gipfels war die Landesfeuerwehrschule ebenfalls aktiv. Die Ausbilder waren im Einsatzabschnitt Messen, im zentralen Führungsstab und im Verwaltungsstab des Innenministeriums tätig. Der Einsatzabschnitt Messen wurden von unserem Ausbilder Roy Bergdoll geführt. Unterstützt wurde er durch eine Führungsgruppe der Schule sowie durch die Analytische Task Force Mannheim. Im Zentralen Führungsstab beim Regierungspräsidium in Karlsruhe war die LFS stark vertreten. Sie stellte Führungskräfte bis zum Leiter einzelner Sachgebiete. Der Führungsstab wurde durch den Landesbranddirektor Hermann Schröder geleitet. Im Innenministerium unterstützte Schulleiter Michael Willms mit weiteren Beamten den Verwaltungsstabbereich 2 (Lage und Dokumentation) sowie den Verwaltungsstabsbereich 5 (Katastrophenschutz). Während die Ausbilder der Schule im Einsatz waren, diente das Schulgelände in der Steinackerstraße als Bereitstellungsraum für die Einheiten aus den anderen Bundesländern. Damit sich die Gäste stärken und sich für den eigentlichen Einsatz vorbereiten konnten, waren auch hier das Personal der Verwaltung, der Küche, die Reinigungskräfte, die Hausmeister sowie die Werkstatt im Einsatz.

Der NATO-Gipfel war für die Landesfeuerwehrschule eine tolle Chance sich und ihre Fachkompetenzen einzubringen. Die Schule konnte ihren Teil zum Gelingen des Gipfels beitragen. Der Gipfel hat der Schule aber auch eine beachtliche Summe neuer Erfahrungen gebracht. Diese gilt es nun aufzuarbeiten und in die Ausbildung mit einzubringen. Schon jetzt konnte man an mehreren Stellen davon profitieren.

28.05.2009


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