Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: LFS-BW »Fachthemen »Einsatztaktik/-führung »Sonstiges »Kennzeichnung Führungskräfte
Sonstiges

Variable Kennzeichnung von Führungskräften im Einsatz

Einsatzstellen der Feuerwehr sind oft unübersichtlich. Aufgrund der einheitlichen Uniformen sind Führungskräfte nur schwer zu erkennen. Die bisher gebräuchlichen Helmkennzeichnungen sind eher Kennzeichnungen des Ausbildungsgrades als Kennzeichnungen der tatsächlichen Funktion im Einsatz. Im Feuerwehreinsatz findet man in der Mannschaft immer auch als Gruppen- oder Zugführer gekennzeichnete Feuerwehrangehörige. Dies kann zu Verwirrungen führen. Zur Lösung dieser Problematik, hat das Innenministerium Baden-Württemberg eine "Empfehlung des Innenministeriums zur variablen Kennzeichnung von Führungskräften (24.06.1998)" veröffentlicht.

Danach ist entweder eine ärmellose Weste oder ein Stoffüberzug über den Feuerwehrhelm, möglichst aus schwerentflammbarem Material, in folgenden Farben vorgesehen:

  • Gelb für den Einsatzleiter
  • Weiß oder silberweiß für die Einsatzabschnittsleiter
  • Grün für die Zugführer
  • Rot für besondere Personengruppen (z. B. Fachberater oder Pressesprecher)

Bei der Tagung der Leiter der Feuerwehren der Stadtkreise und der Kreisbrandmeister im April 1999 wurde beschlossen, dass zukünftig auch blaue Kennzeichnungen für die Fahrzeugführer verwendet werden können.

 

Die Farbkennzeichnung kann bei Bedarf noch durch eine Aufschrift z. B. Einsatzleiter oder beim Fahrzeugführer der Funkrufnamen ergänzt werden.

Von den verwendeten Farben entsprechen nur gelb und rot der EN 471 (Warnkleidung) als zugelassene Hintergrundfarbe. Trägt der Feuerwehrangehörige zum Beispiel eine grüne Kennzeichnungsweste über der Einsatzjacke 90, reicht die verbleibende orangefarbene Grundfläche der Jacke zur Warnwirkung aus. Wird hingegen eine grüne Kennzeichnungsweste über einer dunkelblauen Einsatzjacke getragen, muss die Warnwirkung durch Ersatzmaßnahmen gemäß EN 471 sichergestellt werden.

Ein System der variablen Kennzeichnung von Führungskräften im Einsatz erfordert große Disziplin von allen Beteiligten. Es dürfen immer nur die Kennzeichnungen getragen werden, die für die Einsatzabwicklung notwendig sind. Eine Kennzeichnung dient der besseren Übersicht im Einsatz und damit einem professionelleren Abarbeiten von Aufgaben und nicht als Statussymbol.