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Medien- und Öffentlichkeitsarbeit

Medien- und Öffentlichkeitsarbeit in der Feuerwehr

Kategorien der Nachrichtenübermittlung

Es gibt verschiedene Textformen, um Informationen zu vermitteln. Eine Pressemitteilung zu einem Einsatz (Brand, Unfall etc.) entspricht normalerweise einer Meldung bzw. einer Kurzmeldung. Eine Pressemitteilung zu einem bestimmten Anlass (Jahreshauptversammlung, Tag der offenen Tür etc.) kann auch als Bericht verfasst werden. Sollte ein Journalist zu einem solchen Anlass die Veranstaltung besuchen: Nicht wundern, wenn eine Reportage daraus wird und nicht alle Themen „abgehandelt“ werden!

Kurzmeldung
Beschränkt sich auf das Minimum. Kaum mehr als 15 Zeilen (Bsp. Termin- Ankündigungen). In social-media immer wichtiger.

Meldung / Nachricht
Stellt ein Ereignis kompakt und objektiv dar. Im Gegensatz zur Kurzmeldung sind alle relevanten W-Frage enthalten, außerdem wird die Quelle angegeben (z.B. „teilte die Feuerwehr mit“).
Einige Grundsätze:

  • W-Fragen (wer, wann, wo, wie was) beantworten,
  • die Quelle der Information nennen,
  • einfache und verständliche Sprache verwenden und kurze Sätze bilden,
  • vom Wichtigen zum Unwichtigen (Redaktionen kürzen Texte von hinten) erzählen,
  • sachlich erzählen, keine Gefühle und Wertungen einbauen,
  • in der Vergangenheit verfassen (erster Satz im Perfekt, weiter im Imperfekt).

Bericht
Länger als die Meldung, (meist über 30 Zeilen), aber identisch gegliedert: das Wichtigste zuerst.
Im Unterschied zur Meldung werden auch Details, Hintergründe, Zusammenhänge und Vorgeschichte beleuchtet. Kann Zitate enthalten, z.B. mit Einschätzungen oder Stellungnahmen - zitiert in direkter oder indirekter Rede, aber nur mit vollständigem Namen (Vor- und Zuname).

Sonderformen

Reportage
Im Unterschied zum Bericht muss die Reportage nicht alle Aspekte eines aktuellen Geschehens kennen und daraus das Wichtigste auswählen. In der Reportage kann auch nur ein Teil der Wirklichkeit dargestellt werden. Unterschiede zur Meldung:

  • die dargestellten Fakten hat der Autor in der Regel selbst gehört oder gesehen (z.B. Reisereportage; Reportage über einen Löscheinsatz)
  • darf subjektive Wahrnehmungen enthalten (bei den meisten Reportage-Arten sind persönliche Impressionen „das Salz in der Suppe“),
  • dramaturgisch gegliedert, nicht nach Wichtigkeit (der Einstieg muss fesseln, noch mehr als bei anderen Textformen).

Feature
Umfangreiche und meist bildhaft erzählte Analyse eines nicht unbedingt aktuellen Themas.
Das Feature beleuchtet seinen Gegenstand aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Dabei verwendet der Autor verschiedenste Stilmittel wie Interviews, Zitate oder Statistiken.

Interview
Stützt sich auf ein Gespräch eines oder mehrerer Journalisten mit dem Interviewpartner in Frage- und Antwort-Form. Von den Journalisten bearbeitete Endfassung wird mit dem Interview-Partner abgestimmt und von diesem zur Veröffentlichung freigegeben. Die Endfassung sollte vom Originaltext nur in Nuancen (Zahlen, Daten Fakten, Satzstellung) abweichen – die grundsätzliche Aussage darf nicht verändert werden.

Dokumentation
Umfangreiche Betrachtung mit Aktenauszügen und Original-Texten (bei Hörfunk oder TV mit Originalaufnahmen). Sachliche und meist objektive Herangehensweise.

Daneben besteht noch die Möglichkeit, über Pressekonferenzen oder Pressegespräche direkt in Kontakt zu Medienvertretern zu kommen.

Pressegespräche
Diese können als „Hintergrundgespräche“(dienen ausschließlich zur Info für die Journalisten, Inhalte sind nicht zur Weitergabe an die Öffentlichkeit freigegeben) oder als „Informationsgespräche“ (Infos dürfen ausdrücklich weitergegeben werden) geführt werden.