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Fahrzeuge

Sondersignalanlagen: Einsatzhorn und Kennleuchten für blaues Blinklicht

Immer wieder erreichen uns Anfragen zum Thema Neueinbau von Sondersignalanlagen sowie deren technische Ausführung und Zulässigkeit.
Nach Informationen des Ministeriums für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg sowie dem TÜV Süddeutschland gelten in Verbindung mit der DIN 14610 sowie der STVZO §52 Abs. 3 folgende Regelungen:

  • Mit dem Sondersignal dauernd blinkende Fern-, Abblend- oder Nebelscheinwerfer sind nicht zulässig. Ein Blinken dieser Einrichtungen darf nur als manuell zu betätigende „Lichthupe“ möglich sein.
  • Sind im Kraftfahrzeug als Einsatzhorn Anlagen unterschiedlicher technischer Bauart eingebaut (z.B. elektrisches Einsatzhorn und Drucklufthorn), so müssen diese so geschaltet sein, dass wahlweise jeweils nur eine Anlage aktivierbar ist. Ein Synchronbetrieb verschiedener Mehrklangeinrichtungen ist unzulässig. Weiterhin gibt gemäß §38 StVO die Bedienvorschrift vor, dass das Einsatzhorn nur in Verbindung mit dem blauen Blinklicht verwendet werden darf.
  • Kennleuchten für blaues Blinklicht mit einer Hauptabstrahlrichtung nach vorne (sogenannte Frontblitzer) sind an mehrspurigen Kraftfahrzeugen nur in Verbindung mit Kennleuchten für blaues Blinklicht (Rundumkennleuchten) zulässig.
  • Im Hinblick auf die beabsichtigte Änderung des §52 STVZO (Sichtbarkeit des blauen Blinklichts von zur Zeit 135 Grad von vorne in 360 Grad) fordert der TÜV beim Einbau einer dritten Rundumkennleuchte derzeit schon deren Abschaltbarkeit. Somit wird bei Fahrten im Verband (z.B. Löschzug) gewährleistet, dass der Fahrer des jeweils nachfolgenden Einsatzfahrzeuges nicht geblendet wird. Folglich hat bei Fahrten im Verband nur das letzte Fahrzeug die dritten Rundumkennleuchte eingeschaltet, fährt ein Fahrzeug alleine, so sind alle drei Rundumkennleuchten in Betrieb.