Landesfeuerwehrschule Baden Württemberg

Landesfeuerwehrschule Baden Württemberg

Startseite / Ihre Landesfeuerwehrschule / Portrait / Willkommen

Herzlich willkommen an Ihrer Landesfeuerwehrschule

Feuerwehrleute - Im Dienst an der Gesellschaft

Vom leisen Knistern der brennenden Holzscheite im offenen Kamin bis zum alles zerstörenden Flammeninferno eines Großbrandes reicht die Erfahrungswelt des Menschen mit dem Feuer: Es ist Freund und Gegner zugleich. Wer es nutzt, muss sich auch seiner Gefahren bewusst sein, und wem es außer Kontrolle gerät, muss sich auf zuverlässige Hilfe verlassen können.

Die Präsenz der Feuerwehr wird zumeist erst dann wahrgenommen, wenn sie mit Martinshorn und Blaulicht ausrückt. Weitaus mehr Einsätze spielen sich aber, unbemerkt von der Öffentlichkeit, "hinter den Kulissen"ab. In diesem buchstäblichen Sinne ist beispielsweise bei vielen Theateraufführungen ein Feuerwehrangehöriger zugegen. Von der Entfernung einer Ölspur auf der Fahrbahn über das Leerpumpen überschwemmter Keller nach Unwettern bis hin zu spektakulären Großeinsätzen reicht das Spektrum. Und es wird keine Tiefgarage genehmigt, die den geltenden Sicherheitsstandards nicht entspricht.

Diese Beispiele verdeutlichen, dass sich zwar der Name "Feuerwehr" aus der ursprünglichen Aufgabe ableitet, der Verantwortungsbereich im Lauf der Zeit jedoch enorm erweitert wurde. Denn mit der Weiterentwicklung der technisierten Gesellschaft haben auch die Gefahren zugenommen, vor denen sie sich zu schützen hat. Heute rückt die Feuerwehr nicht nur zum Brandeinsatz aus, sondern leistet in vielen Fällen technische Hilfe; täglich rettet sie Menschen aus verunfallten Fahrzeugen. Der Strahlenschutz gehört ebenso zu ihren Aufgaben wie der Gefahrstoff- oder Tauchereinsatz. Dabei geht es nicht nur um den operativen Einsatz, sondern auch schon im Vorfeld um die wirksame Gefahrenvorbeugung.

Schutz und Sicherheit durch die Feuerwehren sind keine abstrakten Begriffe, sondern Leistungen, die von Menschen aus Fleisch und Blut erbracht werden. Seitdem es Feuerwehren gibt, stellen sich Menschen in den Dienst an der Gemeinschaft und sind bereit, ehrenamtlich oder hauptberuflich zu jeder Tages- und Nachtzeit ihren in Not geratenen Mitmenschen tatkräftig zu helfen.

Was bringt sie dazu, im Ernstfall sogar ihr eigenes Leben auf's Spiel zu setzen? Ist es der "ultimative Kick", das letzte, große Abenteuer, das Bedürfnis, sich selbst Unerschrockenheit zu beweisen? Oder doch mehr eine ausgeprägte Hilfsbereitschaft? Wahrscheinlich ist es bei jedem eine individuelle Mischung. Denn unter Lebensgefahr das Leben anderer zu retten, erfordert nicht nur den Willen zu helfen, sondern auch den Mut dazu; nicht nur spontane Entschlusskraft, sondern auch Selbstvertrauen; nicht nur die Fähigkeit, blitzschnell Gefahren und Chancen abzuwägen, sondern auch Übersicht und "Coolness".

Zugegeben, solche Extremsituationen sind selten. Aber wenn sie auftreten, müssen sie durch richtiges Denken und Handeln bewältigt werden. Die Feuerwehrangehörigen darauf vorzubereiten ist die Aufgabe der Landesfeuerwehrschule und der zahlreichen Ausbilder in den Gemeindefeuerwehren.

Kein "Spiel mit dem Feuer"!

Wer niemals die Bedingungen in einem brennenden Gebäude - tosende Flammen, sengende Temperaturen und beißenden Qualm - kennen gelernt hat, kann nicht ermessen, was von Feuerwehrangehörigen in dieser Situation an Kraft und Geistesgegenwart abverlangt wird. Die Angst zu versagen lähmt sie, wenn sie auf solche Situationen nicht vorbereitet wurden.

Deshalb verfolgt die Landesfeuerwehrschule eine ganzheitliche Ausbildung. Sie vermittelt nicht nur die manuellen Fertigkeiten und das damit verbundene Wissen, um ein bestimmtes Gerät richtig bedienen zu können. Von besonderer Bedeutung der Feuerwehrausbildung ist auch der Umgang mit dem dabei auftretenden Stress.

Das Training von Körper und Geist ist am wirkungsvollsten, wenn das Zusammenspiel beider immer und immer wieder in wirklichkeitsnahen Situationen geübt wird. Wenn der Feuerwehrangehörige in seiner Ausbildung die Wirkung von Rauch, Brandwärme und verdampfendem Löschwasser kennen lernen konnte, wird er im Ernstfall überlegter und somit überlegener handeln können. Daraus folgt, dass bei geringerer Eigengefährdung sein Einsatz wirkungsvoller sein wird.

Feuerwehrangehörige werden dafür ausgebildet, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zuzupacken. Sie haben gelernt, im Team zu handeln, für einander einzustehen. Gemeinschaftssinn, Zuverlässigkeit, Tatkraft - das sind keine Fremdworte für Feuerwehrleute, sondern Bestandteil ihres Persönlichkeitsbildes.

Insbesondere Betriebe mit Mitarbeitern, die bei der Freiwilligen Feuerwehr engagiert sind, profitieren davon in mehrfacher Hinsicht. Erstens: Die Firmen beschäftigen zuverlässige, pflichtbewusste Leute. Zweitens: Die nebenberuflichen Feuerwehrleute sorgen auch im Betrieb für mehr Sicherheit im Sinne der Unfall- und Brandverhütung. Drittens: Die Firmen verfügen über einen qualifizierten Brandschutzfachmann.

Und nicht zuletzt unterstützen die Unternehmen indirekt den Dienst an der Gesellschaft. Bei so vielen Vorteilen dürften die gelegentlichen Freistellungen von der Arbeit (z.B. bei Einsätzen oder zu Schulungszwecken) kaum ins Gewicht fallen.

Willkommen
Herzlich willkommen
Grußwort des Schulleiters
Thomas Egelhaaf
Lesen Sie mehr ...
Aktuelles Thema
Veranstaltungskalender 2013
Informationen zu Lehrgängen
und Seminaren 2013
Lesen Sie mehr ...