Landesfeuerwehrschule Baden Württemberg

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Empfehlungen für die Beschaffung und Verwendung von Helmtuch und Feuerschutzhaube 

Atemschutzgeräteträger sollen für den Innenangriff mit einer Feuerschutzhaube gegen Verbrühungen und Verbrennungen im Gesichtsbereich ausgerüstet werden. Die Feuerschutzhaube soll mehrlagig sein (mindestens zwei Lagen) und aus Nomex oder vergleichbarem Material bestehen. Als kostengünstige Variante ist es möglich, zunächst nur die auf den Einsatzfahrzeugen mitgeführten Maskenbehälter mit einer Feuerschutzhaube zu bestücken und einen Fundus an Reserve-Feuerschutzhauben bereit zu halten. Im Idealfall sollte jeder Atemschutzgeräteträger seine persönliche Feuerschutzhaube erhalten.

Hinweis: Bei mehrmaligem Betreten von „heißen“ Räumen besteht die Gefahr, dass das Wasser einer durchnässten Feuerschutzhaube verdampft und zu Verbrühungen führt.

In solchen Fällen, sollte vor dem erneuten Vorgehen in den Innenangriff dem Atemschutzgeräteträger eine trockene Feuerschutzhaube übergezogen werden. Das gleichzeitige Tragen eines Helmtuchs über der Feuerschutzhaube schützt die Feuerschutzhaube vor dem Durchnässen.
Das Helmtuch sollte in absehbarer Zeit für alle Feuerwehrangehörigen beschafft werden. Es ersetzt beziehungsweise ergänzt das bisher verwendete Nackenleder. Das Helmtuch wird über dem Kragen der Einsatzjacke getragen und verhindert dadurch das Eindringen herabfallender Teile. Wird es geschlossen getragen, schützt es zusätzlich gegen Flammen, Wind, Kälte und Nässe. Insbesondere in Verbindung mit Atemschutzmasken bedeckt es noch ungeschützte Hautpartien im Nacken-, Hals- und Gesichtsbereich.
Werden Helmtuch und Nackenleder kombiniert eingesetzt, so ist das Nackenleder über dem Helmtuch zu tragen.

Hinweis: Helmtuch und Feuerschutzhaube gemeinsam angelegt, bieten einen guten Schutz im Innenangriff gegen Stichflammen und Wasserdampf.

05.08.2004 
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